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Teilprojekt 1 – Exemplarische Fallstudien zur Sakralraumtransformation im Raum Aachen

Herausforderung und Möglichkeit der Sakralraumtransformation: Liturgiewissenschaftliche Kriterienfindung und Praxisorientierung aufgrund exemplarischer Fallstudien im Raum Aachen und Umgebung

Das Projekt basiert auf in Aachen (und benachbarten Gebieten) bereits durchgeführten oder in Planung befindlichen Projekten. Dabei handelt es sich meist um Kirchengebäude des 20. Jahrhunderts. In die Untersuchung einbezogen werden aber auch ältere Kirchengebäude beider Konfessionen sowie Klöster. Das Projekt beinhaltet folgende Einzelaspekte, die allerdings auch parallel verfolgt und miteinander verknüpft werden: 1. Aus dem vorliegenden Material werden geeignete Fallbeispiele ausgesucht und analysiert. Dies geschieht unter Einbeziehung der Expertise der Projektpartner sowie in Abstimmung mit dem Parallelprojekt Leipzig. Die Fallstudien dienen u.a. der Differenzierung individueller und zu verallgemeinernder Faktoren, die wiederum in den interdisziplinären Diskurs in Richtung einer Kriterienfindung eingebracht werden. Liturgiewissenschaftlich interessieren die von den jeweiligen Kirchenräumen her gegebenen Potentiale. Welches liturgische Paradigma liegt ihnen zugrunde, lassen sich daraus andere Nutzungsoptionen entwickeln? Die religiöse Weiternutzung – auch im erweiterten Sinn als weltanschaulich offener Raum – ist vorrangiges Desiderat, aber keineswegs Ausschlusskriterium. Im Fokus steht die gesellschaftliche Bedeutung von Sakralräumen als besonderen Orten. Inwieweit spielt die „Sakralität“, bzw. die Funktion des Raumes als Ort religiösen (liturgischen und privatreligiösen) Handelns bei Fragen der Sakralraumtransformation unter den Interessenten eine Rolle? Zu welchen Nachnutzungen inspiriert der Raum, welche können als konstruktiv betrachtet werden? 2. Die gesellschaftliche Akzeptanz oder Ablehnung, die öffentlichen Debatten um den Sakralraum und die damit zusammenhängenden Kommunikationsprozesse werden im Spiegel der Medien untersucht. Die beiden unterschiedlichen Diskurse – säkulare, gesellschaftliche Auffassungen einerseits und binnenkirchliche Positionen andererseits – werden in ihren teils kontroversen Wechselbeziehungen analysiert. Mithilfe der Fokusgruppenmethode wird der Möglichkeit einer Konsensbildung unter den Interessenten nachgegangen. Die Fokusgruppenmethode soll die unterschiedlichen Interessen und zu Grunde liegende Motivationen darlegen. Welche Probleme entstehen und welche Lösungen werden vorangetrieben? Die Frage nach der Integrität des Raumes wirdunter Einbeziehung von bereits verfügbaren Ergebnissen aus den anderen Projekten sowie aus der Literaturrecherche qualifiziert.

Zur Universität Bonn


Mitarbeiter des Teilprojektes 1:

Prof. Dr. Albert Gerhards (Sprecher)

Leitung Teilprojekt 1

Alexander Radej

Wissenschaftlicher Mitarbeiter Teilprojekt 1